Madártej / Schneeeier

Prep

40 min

Madártej heißt wörtlich übersetzt Vogelmilch – was ziemlich seltsam ist, weil das Rezept keine Vögel enthält. Und, wie  meine Mutter beim Sinnieren über den Namen passenderweise erwähnt hat, Vögel keine Milch geben. Aber Eier – eine der Hauptzutaten von Madártej. Seit wir in Deutschland sind, hat meine Mutter kein Madártej mehr gemacht – also schon seit mindestens November 1986. Heute kam mir aus heiterem Himmel die Idee, dass es doch eine tolle Idee wäre, das Rezept zu Madártej aufzuschreiben. Während meine Mutter und ich also die Eier aufschlagen und die Milch aufkochen, erzählt sie mir so ganz nebenbei folgende Geschichte:

1973 – meine Mutter ist Dorfärztin in Japa-Csárda, einem Vorort von Sziget, Rumänien. Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Bekannten. Damals hatte meine Mutter noch keinen Kühlschrank – denn Kühlschränke waren zu jener in Rumänien auf dem Land noch nicht so üblich und meine Mutter wusste ohnehin, dass sie nicht lange dort wohnen bleiben würde. Also warum einen Kühlschrank anschaffen? Sie hat das Madártej im Eimer des Brunnens der Praxis kühlgestellt – bis kurz über den Wasserpegel heruntergelassen, bleibt dort alles frisch und kühl. Meine Mutter hat also das Madártej aus dem Brunnen geholt und ihm serviert. Er war überaus angenehm von ihren Kochkünsten überrascht. Im Sommer haben sie geheiratet und im Jahr darauf kam mein ältester Bruder zur Welt. Also Vorsicht beim Servieren von Madártej!

Im Jahr 2017 essen die Enkelkinder dieses rumänischen Liebespaars Madártej.

Im Jahr 2017 essen die Enkelkinder dieses rumänischen Liebespaars Madártej.

Ingredients

  • 2 L ‏Milch
  • 5 ‏Eier
  • 10 gehäufte Esslöffel ‏Zucker
  • 1 Packung ‏Vanillezucker (oder Vanilleschote)
  • 1,5 Tüten Vanillepudding ‏Pudding

Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee aufschlagen und wenn der Eischnee noch nicht ganz aufgeschlagen ist, sieben Löffel Zucker hinzugeben und weiter aufschlagen bis der Eischnee ganz steif ist.

Eigelb mit dem Puddingpulver und 100 ml Milch, drei Löffeln Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren.

Den Rest der Milch (möglichst in einem Milchkocher) bis kurz vor den Siedepunkte bringen. Vorsicht, dass die Milch nicht überläuft! Den Eischnee löffelweise hinzugeben und die Nockerl nach ca. zwei Minuten wenden und weitere zwei Minuten kochen. Meine Mutter macht immer kleine Portion von 4 bis 5 Nockerln, dann lassen sie sich in einem Topf noch einfach wenden. Die Nockerl herausnehmen und z.B. in einem Topf bewahren. Nachdem alle Nockerl fertig sind, wird die Puddingmasse zur Milch gegeben. Gut rühren und aufkochen bis die Flüssigkeit ein bisschen zäh wird – aber kein fester Pudding. Von der Kochstelle nehmen und evtl. kleingehackte Puddingschoten hinzugeben. Dann die Puddingmasse vorsichtig unter die Schneeeier gießen. Gut gekühlt servieren.

Zubereitung Madártej

How to Madártej: Eiweiß steif schlagen: Eiweiß mit Zucker steif schlagen. Eigelb mit Puddingpulver und Zucker verrühren | Nockerl in die fast kochende Milch geben und beide Seiten zwei Minuten kochen | die Puddingmischung unter die fertigen Nockerl heben.

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